Watercool Silent Star - HD Wasserkühlung


Published by Marc Büchel on 11.07.04

Der Watercool Silent Star soll eine sehr gute Festplattenkühlung mit einer effizienten Schallisolation verbinden. Normalerweise ist diese Kombination schon in sich paradox. Watercool versucht dieses Paradoon durch wasserkühlen der Festplatten zu widerlegen. Ob dabei Erfolge verzeichnet werden können oder nicht, werdet ihr auf den nächsten paar Seiten nachlesen können.

Einleitung

Einmal mehr bedanken wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei Thomas Fester, von frozen-silicon.ch, für die Bereitstellung dieses Testexemplars.

Der Watercool Silent Star soll eine sehr gute Festplattenkühlung mit einer effizienten Schallisolation verbinden. Normalerweise ist diese Kombination schon in sich paradox. Watercool versucht dieses Paradoon durch wasserkühlen der Festplatten zu widerlegen.
Ob dabei Erfolge verzeichnet werden können oder nicht, werdet ihr auf den nächsten paar Seiten nachlesen können.


Übersicht

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Hat man erst einmal alles Verpackungsmaterial entfernt, so sieht man endlich vor sich was man vorhin in mühsamster Schwerstarbeit auspacken durfte. Weshalb Schwerstarbeit? Auf diesen Punkt werden wir später noch eingehen.
Auf dem Bild gut zu erkennen ist die Folie, welche bei Laserschnittverfahren verwendet wird um das Material zu schützen.

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Wurde die Folie erfolgreich entfernt, was doch ein paar Minuten in Anspruch nehmen kann, so hält man einen sauber gebürsteten Block gebürsteten Edelstahl in der Hand. Wie es von einem Watercool Produkt nicht anders zu erwarten war, ist die Verarbeitungsqualität sehr hoch.
Löst man die im linken Bild eingezoomte Schraube, so kann man die auf dem rechten Bild sichtbare Blende herausklappen. gut zu erkennen ist die saubere Verkleidung mit Dämmatten, welche auf den ersten Blick etwas dünn wirken.

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Betrachtet man nun den Innenraum so sieht man einmal mehr: Verpackungsmaterial. Nach erfolgreichem Entfernen desjenigen kann man den wiederum sauber mit Dämmmatten ausgekleideten Innenraum des Silent Stars betrachten.

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Zudem waren im Innenraum auch noch die massiven Kupferkühlblöcke (-Wände) eingepackt, welche die Harddisks kühl halten sollen. Auch die Kühlblöcke sind perfekt verarbeitet. Man sollte bedenken, dass Kupfer sehr schnell oxidiert, wenn man es in die nackten Finger nimmt. In diesem Sinne: Nicht erschrecken, wenn ihr nach einem Monat eine neue Harddsik einbauen wollt und die Kupferblöcke dunkle Flecken aufweisen.


Einbau

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Das Verbauen der Festplatten gestaltet sich denkbar einfach. Diese müssen lediglich mit den beiden Kupferkühlblöcken durch die entsprechenden Löcher verschraubt werden. An der Seite, welche man auf dem ersten Bild sieht, sind nun die beigelegten 90°-Winkelstücke mit dem widerum beigelegten und abgemessenen Stück Schlauch anzubringen. Anschliessend kann man den gesamten zusammen geschraubten Block in den Schall gedämmten Käfig einfügen. Zu guter Letzt sollte die vorhandene Blende eingepasst und verschraubt werden.
Watercool hat, wohl mit Absicht, keine Anschlüsse beigelegt, welche man mit den vorhandenen G1/4'' Gewinden verschrauben könnte, beigelegt. Wir verwendeten an dieser Stelle 10mm Plug'n Cool Anschlüsse, welche um 90° gewinkelt sind.

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Hat man das gesamte Gehäuse zusammengebaut, so hält man einen Klotz in der Hand, welcher in etwa so schwer ist wie sieben Ausgaben der Computerzeitschrift C't.

Selbsterklärend ist das Einbauen des Silent Stars in den Rechner. Bei Chieftecgehäusen können die vorhandenen Laufwerksschinen angeschraubt werden, bei allen anderen kann man den Silent Star mittels der acht mitgelieferten Schrauben befestigen. Schade nur, dass Watercool keine Gewinde geschnitten hat. Das hat zu Folge, dass die Schrauben mit der Dämmung verschraubt werden.


Kühlleistung

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Sofern die Wasserkühlug, welche man sein Eigen nennen kann, das Wasser gut zu kühlen vermag, sollten gute bis sehr gute Temperaturwerte zu verzeichnen sein. 31°C sowie 34°C bei einer Wassertemperatur von 28°C stellen respektable Werte dar, was für die Effizienz spricht.
Leider stehen uns keine Messgeräte zur Verfügung mit denen wir den Schalldruck messen könnten. In diesem Sinne bleibt nur zu sagen, dass Harddisks nach dem Einbauen in den Silent Star subjektiv kaum mehr wahrnehmbar sind. Somit eignet sich der Silent Star auch perfekt um in einem Ultra-Silent-PC verbaut zu werden.
Achtung ist aber geboten wenn man den Silent Star mit einer passiven Wasserkühlung kombiniert. Hierbei sollte bedacht werden, dass die Wassertemperatur gut und gerne über 40°C steigen kann. Dies hätte zur Folge, dass die Festplatten im schlimmsten Fall 'gewärmt' und nicht mehr gekühlt werden würden, was mitunter verheerende Auswirkungen haben könnte.


Fazit

Edle Optik, gute Kühlleistung und eine sehr saubere Verarbeitung zeichnen dieses Produkt aus. Schade ist dabei nur, dass man 'vergessen' hat Gewinde zu schneiden um den Silent Star zu befestigen. Stattdessen hat man lediglich acht Löcher gebohrt. Nach höchstens Zweimaligem Befestigen des gesamten Blocks inklusive Festplatten ist das Dämmmaterial, in welches die Schrauben gedreht werden, ausgeleiert. Durch sein hohes Eigengewicht liegt der Silent Star aber trotzdem stabil in den 5.25'' Einschüben.

Der Silent Star kann Ultra-Silent-Freaks definitiv empfohlen werden, da dessen Dämmeigenschaften sehr gut sind. Auch die Kühlleistung, in Kombination mit einer aktiven Wasserkühlung sind beachtlich. Alles in allem kann gesagt werden, dass der Watercool Silent Star seine 129CHF wert ist.


Verfasst von rewarder


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